In einem Bikini fast nahtlos bräunen

Frau mit Bikini am Strand Kaum ein Kleidungsstück ist so unabhängig von Jahreszeit und Wetter, wie der Bikini. Im Sommer wird er am Strand, im Garten oder im Freibad getragen, im Winter dient er zum Beispiel als Bekleidung in Badeanstalten. Diese zweiteiligen Bade- und Strand-Bekleidung ist heutzutage mit so pfiffigen Schnitten zu bekommen, dass die meisten Oberteile auch gut zur Jeans oder zu einem Rock getragen werden können. Dank der unterschiedlichen Modelle der Höschen und variabler Ausarbeitungen der Oberteile sind Bikinis für fast jede Figur erhältlich. Auch kräftiger gebaute Damen können durchaus Bikinis tragen. In der Taille höhere und am Beinabschluss nicht allzu hoch ausgeschnittene Höschen verbergen leichte Problemzonen an Po und Hüfte. So genannte Bügel- oder Push Up-Oberteile sorgen dafür, dass die Brust in Form bleibt. Durch eingelegte Pads oder kleine Kissen kann die Oberweite ebenfalls etwas „korrigiert“ werden, sofern die Dame von der Natur nicht allzu üppig bedacht wurde.

So ausgeklügelt waren die Schnitte in den Anfangszeiten der Bikinis, die bereits auf das Jahr 440 v. Chr. zurückgeht, noch nicht. Seinerzeit bestanden sie eher aus Höschen, kombiniert mit geschickt gebundenen Tüchern oder Brustbändern. Weitere Aufzeichnungen existieren aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.; sie belegen, dass Bikinis von den römischen Damen während des Sports getragen wurde. In der heute bekannten Form wurde der Bikini in den 1940er Jahren parallel von den Modedesignern Bart Louis und Jacques Heim entwickelt. Zunächst weigerten sich die Damen, dieses Kleidungsstück öffentlich zu tragen. Die Tänzerin Micheline Bernardini wagte es im Juli 1946 schließlich, den Bikini, der damals lediglich aus vier kleinen Stoff-Dreiecken bestand, während einer Pariser Modenschau des Designers Louis Réard, in einem Schwimmbad vorzuführen. Die Begeisterung darüber und der Erfolg waren bei Frauen und Männern gleichermaßen überwältigend.

Als Motiv zeigte dieser Bikini Zeitungsausschnitte, die von dem US-amerikanischen Atombomben-Abwurf über den Bikini-Atoll berichteten. Bis dahin wurde der Bikini „Atom“ genannt, nachdem die Bezeichnung „Taboo“ bereits der Vergangenheit angehörte. In Anbetracht der verheerenden Aufwirkungen des Atombomben-Abwurfs wurde die Bezeichnung erneut überdacht. Von da an wurde das gute Stück „Bikini“ genannt. Bei diesem Namen ist es bis heute geblieben. Auch wenn es für diesen Stil der Badebekleidung mittlerweile einige Alternativen, wie zum Beispiel den Tankini, Monokini, Burkini, Microkini und Trikini, gibt. Um dem Bikini auch im nassen Zustand eine gute Passform zu geben, besteht er heutzutage nicht mehr aus Baumwolle, sondern aus Materialien wie Elasthan und Polyamid bzw. Polyester. Mit letzterem kann sogar bei entsprechender Bearbeitung (Endurance) erreicht werden, dass er gegen Chlor resistent ist, so dass Farben und Material geschont werden.

 

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